Medebacher Frühlingskonzert 2018

Musikzug Medebach lässt Funken sprühen (Aus: www.nrz.de von Kerstin Neumann Schnurbus)

Gänshaut pur: Fast 50 Musiker servieren Zuhörern in der Schützenhalle ein stimmungsvolles Melodien-Potpourri, ihre persönlichen „Favourites“.

Vom ersten Fanfarenstoß, des temperamentvoll präsentierten, „ Olympic Spirits“ bis zum Schlussakkord der schottischen Hymne „Highland Cathedral“ bereitete der Medebacher Musikzug den Zuhörern am Samstag in der Schützenhalle einen wunderbaren Konzertabend.

Das bunte und stimmungsvolle Melodien-Potpourri der Lieblingsstücke der Musiker, das Martina Eickhoff als Moderatorin des Abends souverän ankündigte, enthielt wirklich viele besondere Highlights. So tauchte das Ensemble, unter der Leitung von drei Dirigenten, in die Welt der Musicals, der Filmmusiken, der Symphonien, der traditionellen Lieder und Märsche ein und erntete dafür frenetischen Beifall.

50 Musikerinnen und Musiker

Die Dirigenten Jörg Harbeke, Dominik Schäfer und erstmalig Julian Klüppel am Taktstock hatten die fast 50 Musikerinnen und Musiker bestens vorbereitet.

So setzte der Musikzug unter der energiegeladenen Führung des Dirigenten-Trios die Konzertstücke schlüssig um und arbeitete wirkungsvoll mit Wechseln im Tempo und der Lautstärke. Am Ende des dreistündigen Konzerts forderte das Publikum sogar noch zwei Zugaben.

Ein guter Anfang

Doch bevor die Zuhörer sich den „Favourites“ widmen konnten, bewies das Aufbaustufenorchester, unter der Leitung von Szabolcs Smid, dass sich der Musikzug um seinen musikalischen Nachwuchs keine Sorgen machen muss und auch in Zukunft weiter auf die selbst ausgebildeten Jugendlichen bauen kann. Mit dem heiteren Marsch „A Good Start“ und dessen kleinen, überraschenden, fast humoristischen Elementen vermittelte das Orchester wirklich das Gefühl ‘eines guten Anfangs’.

Auch das zweite Stück der Youngsters, mit ihrer enormen Freude und Spiellust, „Irish Dream“, eine sehr melodische Naturskizze der grünen Insel, wurde mit reichlich Applaus belohnt. Daneben präsentierte das Stadt-Jugendblasorchester, bei dem Simone Schlesak dirigierte, engagiert, allerdings krankheitsbedingt nur neunköpfig besetzt, den „Star Wars“- Soundtrack und die schwungvolle Hymne „Y.M.C.A“.

Bedrohlicher Soundtrack aus Tribute von Panem

Vor der Pause entführten die Musiker ihr Auditorium mit dem bedrohlichem Soundtrack des ersten Teils der Tribute von Panem zu den Hunger Games und bevor mit dem von einigen Besuchern mitgesummten Prinz Eugen Marsch der Ansturm auf die köstlichen Pizza-Variationen der Schützenfrauen begann, erklang noch eine grandiose Auswahl hochemotionaler Stücke aus dem Musical Les Miserables.

Auch der zweite Teil des Konzerts ließ keine Wünsche offen. Ehe es mit „Moment for Morricone“ einem Sampler aus den Filmmelodien Ennio Morricones, dem große Komponisten der Leone-Western in den Wilden Westen ging, heizte der Musikzug frisch gestärkt dem Publikum mit Party Rock Anthem ordentlich ein.

Trompetensterne

Auch die Trompetensterne von Ernst Hutter, bei denen Dominik Schäfer, Andreas Schreiber, Julian Klüppel und Lukas Lange mit ihren Soloparts der Trompeten virtuos brillierten, sorgten für Gänsehautfeeling. Hierbei hatte das gesamte Orchester die vier Solisten mit ganz viel Tempo und Energie unterstützt, so dass dieses Arrangement zu einem der Höhepunkte des Konzertes wurde.

Auch die traditionelle Blasmusik mit der Polka Goldene Musik durfte im Programm nicht fehlen. Und natürlich kamen auch die Rockfans beim klangstarken „Coldplay on Stage“ nicht zu kurz. Krönender Abschluss des gelungenen Konzertes war ein schwungvolles New York Medley bei dem Annika Schmiedeler und Jürgen Köster stimmgewaltig im Duett sangen und für diese hervorragende Leistung mit viel Applaus belohnt wurden.

Minutenlanger Schlussapplaus

Begeisterte Standing Ovations und minutenlanger Schlussapplaus waren der gerechte Lohn für den großartigen Musikzug. Das abwechslungsreiche Programm machte wieder einmal deutlich, dass der Musikzug alle musikalischen Bereiche bravourös abdecken kann.

Besucher Ralph Wienand bemerkte abschließend anerkennend: „Der Musikzug hat sich diesmal selbst übertroffen. Da war wirklich für jeden was dabei!“

 

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