Der Auftakt in das Jubiläumsjahr

Musikalische Beiträge, die unter die Haut gehen

Ein Bericht von Kerstin Neumann-Schnurbus (erschienen in der WP):

Während draußen nass-kaltes Wetter herrschte, erwärmte in der St. Peter und Paul-Kirche während der Jubiläumsmesse der Musikzug Medebach die Herzen der Zuhörer mit Musik. Gleichzeitig wurde dabei der 125. Geburtstag des Orchesters angeblasen. Während der von Pfarrer Funder festlich zelebrierten Messe, standen sowohl der Musikzug, der Kolpingverein, der sein Stiftungsfest am selben Abend feierte, als auch die Martinibruderschaft im Fokus. So gab der Geistliche auch immer wieder Hinweise auf das segensreiche Wirken aller drei Medebacher Vereine.

Zum Einzug begannen die Musiker mit einem wahren Paukenschlag, denn das furios gehaltene Werk „Unity Fanfare“ von Otto M. Schwarz beginnt mit einem solchen. Das klangvolle Eröffnungswerk brachte die Musiker sogleich auf Betriebstemperatur. Die brauchten die Musiker auch, denn bereits beim folgenden Eingangslied „ Ein Haus voll Glorie schauet“ wurden alle Register gezogen. Kantor Werner Komischke begann auf der Orgel, zur zweiten Strophe stieg der Musikzug mit ein und das Stück endete mit einer brillanten dritten Strophe mit Dominik Schäfer an der Piccolo-Trompete. Eindrucksvolle Gesangsvorträge präsentierten Ina Schäfer, die beim Gloria „Dass Du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr“ gefühlvoll intonierte, Jürgen Köster der inbrüstig den Hallelujah-Ruf sang und Annika Schmiedeler, die bei der Gabenbereitung die mitreißende Ballade „Jesus berühre mich“ des katholischen Liedermachers Albert Frey, hervorragend darbot.

Auch die imponierenden Instrumentensoli von Markus Dollowski (Tuba), Dominik Schäfer, Julian Klüppel, Andreas Schreiber und Lukas Lange (alle Trompete) mit ihren dynamischen Melodiebögen undder brodelnden musikalischen Vitalität gingen den Zuhörern unter die Haut.

Die Fürbitten wurden von jungen Mitgliedern des Musikzuges vorgetragen und alle Lieder vom Musikzug stimmungsvoll begleitet. Nach einem frischen„Komm, sag es allen weiter“, ein afroamerikanischer Spiritualgesang, verzauberte der Musikzug noch mit dem Konzertstück „Dahoam“ des österreichischen Komponisten und Musikers Christian Mühlbacher. Hier konnte der Musikzug unter dem schwungvollen Dirigat von Jörg Harbeke einmal mehr sein großes Können unter Beweis stellen und dem Abend einen stimmungsvollen Ausklang geben.